Arbeitswelten 4.0: Der Architekt Rem Koolhaas baut für die digitale Zukunft
Arbeitskultur in Schweden: Der Sechs-Stunden-Tag funktioniert | www.newworkblog.de | © Monkey Business Images @ Shutterstock

Arbeitswelten 4.0: Der Architekt Rem Koolhaas baut für die digitale Zukunft

Der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas wird den Axel-Springer-Campus in Berlin bauen. Die dort entstehenden Räume sind zugleich ein theoretischer Entwurf über die Arbeit im digitalen Zeitalter.

Bereits bei der Ausschreibung des Wettbewerbs für den Axel-Springer-Campus war klar, dass nur ein Bauwerk mit einer radikalen, neuen Ästhetik für das Projekt infrage kommt. In einer offiziellen Mitteilung des Verlages begründet der Jury-Präsident Friedrich von Borries seine Entscheidung für den Vorschlag von Rem Koolhaas:

„Gute Architektur hat einen hohen Symbolwert. Gute Architektur beeinflusst ihr Umfeld. Aber über diese Aspekte hinaus stellte der Wettbewerb für den neuen Axel-Springer-Campus auch die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten wollen. Dafür hat der Beitrag von Rem Koolhaas eine spektakuläre Antwort vorgeschlagen, die den zukünftigen Nutzern eine Arbeits- und Kommunikationslandschaft eröffnet, die es so noch nicht gegeben hat“.

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Schon die Flanke der Fassade sieht etwas „pixelig“ aus – der gesamte Entwurf von Rem Koolhaas’ Architekturbüro OMA will Ausdruck der digitalen Zukunft und der Arbeitswelten 4.0 sein. Viel Glas und Stahl ermöglichen es, filigrane und offene Strukturen zu verwirklichen.

Eine Architektur für das digitale Zeitalter

Der Entwurf von Rem Koolhaas beinhaltet ein spektakuläres, offenes Atrium, das 30 Meter hoch werden soll. Diese geradezu verschwenderische Großzügigkeit hat mehr als nur symbolischen Wert. Sie gibt bewusst den Blick frei auf die direkte Umgebung um den Campus herum und damit einen Blick in die Geschichte.

“#RemKoolhaas baut für die #digitaleZukunft. Das sagt der #AxelSpringerCampus über Arbeit von morgen.“

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Zu sehen ist vor allem das bereits bestehende Axel-Springer-Gebäude, das für Geschichte und den Erfolg des Verlagshauses steht. In dem Atrium findet sich aber auch Platz für zahlreiche, miteinander verbundene Terrassen und öffentliche Arbeitsflächen. Diese Elementen nehmen viel Raum ein und damit zollt das Gebäude der zunehmend flexiblen und mobilen Arbeitswelt Tribut.

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Offenheit und Transparenz für die Arbeitswelten 4.0

Architektur hat Aussagen und eine Sprache, die mit sehr direkten Mitteln sprechen kann. Sie kann Werte verkörpern und zum Ausdruck bringen. Die Besonderheit an den Aussagen der Architektur ist: Sie können zu jeder Zeit überprüft werden, indem man das Gebäude ganz praktisch nutzt.

Im Fall des Axel-Springer-Campus stellt die Architektur eine Arbeitswelt dar, die von Offenheit und Transparenz geprägt ist. Auf der Nordseite wird es möglich sein, den Menschen von außen bei der Arbeit zuzusehen. Auch das Innere des Gebäudes atmet diesen Geist. Durch die vielen Glasflächen, die gleichzeitig auch Einblicke erlauben, ist alles mit Licht durchflutet. Die Architektur will und fordert Austausch, Kommunikation und Transparenz.

Der Erfolg des Gebäudes und der Wille des Verlags, sein Haus ins digitale Zeitalter zu führen, sind eng miteinander verknüpft. Wenn es gelingt, den Raum mit Arbeit und Leben zu füllen, und beides an den von der Architektur vorgegebenen Werten orientiert ist, könnte der Bau Vorbildcharakter bekommen.

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